Sie wollen mehr zum Thema Achtsamkeit erfahren?

"Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum.

In diesem Raum haben wir die Freiheit und

die Macht,

unsere Reaktion

zu wählen.

In unserer Reaktion liegen

unser Wachstum

 und

unsere Freiheit."

 

- Viktor Frankl -

TED-Talk von

Sara Lazar:

How Meditation can reshape our brains

Interview mit

Jon Kabat-Zinn:


Achtsamkeit -

Die neue Glücksformel?

ARTE- Dokumentation:


Die heilsame Kraft

der Meditation

Achtsamkeit als eine Bewusstseins- und Lebenshaltung

Achtsamkeit ist der Kern 2500 Jahre alter Weisheitslehren und wird verstanden als:

Ein natürlicher und trainerbarer Bewusstseinszustand, der auf das direkte und nicht-wertende offene Gewahrsein dessen abzielt, was in jedem Augenblick geschieht.1

Wenn Sie achtsam sind, halten Sie kurz inne, schenken dem gegenwärtigen Augenblick bewusst Ihre volle Aufmerksamkeit und nehmen alles, was ist, unvoreingenommen wahr. Diese Art der Aufmerksamkeit wirkt wie eine natürliche Arznei und schafft beispielsweise die Voraussetzung dafür,  bewusste Entscheidungen zu treffen und sich vor Überforderung zu schützen.

 


Neue Wege im Leben neue Wege im Gehirn

Ebenso wie Sie eine neue Sprache oder ein Instrument durch regelmäßiges Üben mit der Zeit immer besser beherrschen, verhält es sich auch beim Vorhaben, mehr Bewusstheit und Selbstbestimmtheit in Ihr Leben zu bringen. Ob in kurzen Achtsamkeitsübungen oder während alltäglichen Tätigkeiten wie dem Kommunizieren oder Organisieren - Sie können Ihre Achtsamkeit trainieren wie einen Muskel (Neuroplastizität). 

Achtsamkeitsübungen haben Einfluss auf die Physiologie und die Anatomie des Gehirns.

Es bilden sich neue neuronale Verbindungen im Gehirn, welche die Grundlage einer neuen achtsamen Haltung im Leben sind. Mit dieser Haltung gelingt es Ihnen besser, aus reaktiven Denk- und Handlungsmustern auszusteigen und neue Möglichkeiten zu erkennen, alltäglichen Herausforderungen selbstbestimmt zu begegnen und im Einklang mit Ihren persönlichen Werten handeln zu dürfen.

 

 

Regulation statt Reaktivität

In zahlreichen wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass es möglich ist durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen bestimmte Gehirnareale dauerhaft zu verändern.

Folgende Fähigkeiten lassen sich so trainieren:

 

  • Aufmerksamkeitsregulation und Präsenz:  Bewusste und gesteigerte Lenkung der Aufmerksamkeit auf aktuelle Sinneseindrücke Moment für Moment


  • Verhaltensregulation:  Klare Wahrnehmung von Handlungsimpulsen und Wahl einer  im Moment angemessenen Handlungsoption

 

  • Vertieftes Körper-Gewahrseins: Frühzeitige Warhnehmung häufig unbewusster körperlicher (Warn-)Signale

 

  • Emotionsregulation: Entwicklung einer offenen, freundlichen und achtungsvollen Haltung, um mit schwierigen Gefühlen einen neuen, kreativeren Umgang zu erlernen

 

  • kognitive Regulation: Bewusste Wahrnehmung einschränkender Gedanken und Grübeleien, um einen förderlichen Umgang damit zu entwickeln und u.a. Depressionen vorzubeugen

 

 

Achtsamer Umgang mit Stress

Stress ist ein natürlicher Teil unseres Lebens:

Wir alle erfahren ständig Veränderungen, die uns herausfordern und denen wir begegnen müssen. Zudem sind wir Teil einer komplexer werdenden Gesellschaft, in der wir das Lebenstempo als zunehmend beschleunigt wahrnehmen.

 

Neben diesen äußeren Stressfaktoren schaffen wir uns zusätzlich einen bedeutenden Anteil des empfundenen Stresses selbst: Wir handeln entgegen unseren gegenwärtigen persönlichen Bedürfnissen  und lassen uns von den zahlreichen äußeren und inneren Ansprüchen meist unbewusst treiben.

 

Mit einem „achtsamen Blick“ auf das eigene (Er-)Leben ist es möglich, sich des selbst geschaffenen Anteils am empfundenen Stress bewusst zu werden. Wie aus einer Art Beobachterperspektive werden gewohnheitsmäßige und oftmals unbewusste Reaktionen im sogenannten „Autopilot-Modus“  sicht- und veränderbar.

 

Welche Auswirkungen Stress in unserem Leben hat, hängt also maßgeblich von unserer individuellen Haltung und einem bewussten Umgang mit inneren und äußeren Anforderungen ab.

1 Hayes und Feldmann 2004, Sauer und Kohls 2011, Bishop et al. 2004